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Schützenverein „Gemütlichkeit“ Bernbeuren e. V.

Unser Schützenverein wurde 1899 gegründet

Als 1899 der Schützenverein Gemütlichkeit Bernbeuren e. V. gegründet wurde war das Gasthaus „Mohren“ später dann Gasthaus „Filser“ unser Domizil. Xaver Winhard, Josef Speiser, Otto Schmölz und Jakob Speiser waren die Gründungsmitglieder unseres Vereins.
Weitere Aufzeichnungen von der Gründung bis Mitte der 1950er Jahre liegen uns aber leider nicht mehr vor. Diese Unterlagen sind vermutlich durch die Kriege verloren gegangen.
Sicher ist allerdings, dass unser Schützenverein nach dem 2. Weltkrieg bis ins Jahr 1962 von Ludwig Ernst als 1. Schützenmeister geführt wurde.
Ludwig Ernst und Josef Schmölz waren in dieser Zeit auch die Einzigsten die einen Zimmerstutzen besaßen und diese auch für die anderen Mitglieder zur Verfügung stellten.

Am 22. November 1962 wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung neu gewählt. 1. Schützenmeister wurde Josef Schmölz und als Stellvertreter wurde Jakob Osterried benannt. Der damalige Jahresbeitrag betrug 4.– DM und das Schussgeld war auf 50 Pfennige festgesetzt, wobei für die Munition jeder selbst sorgen musste.
Schon damals war der Verein sehr aktiv und veranstaltete Preisschießen, sowie Jahresanfang- und Endschießen.

Schützenverein „Gemütlichkeit“ Bernbeuren im Jahr 1901.

Im Jahre 1967 dankte Josef Schmölz als Schützenmeister ab. Durch Neuwahl am 13. Dezember 1967 bestimmten die Mitglieder Josef Weiß zum 1. Schützenmeister, der die Wahl annahm und zusammen mit 2. Schützenmeister Jakob Osterried weiter die Geschicke des Vereins führte. Schriftführer und Kassier war zu dieser Zeit Martin Heim.

1969 wurde das neue Schützenheim bezogen. Es bestand aus zwei alten Schulzimmern, die im 1. Stock des Gemeindehauses durch großen Arbeitseinsatz und Zeitaufwand hergerichtet wurden. Dies geschah alles unter der Leitung vom 1. Schützenmeister Josef Weiß. Die Schützen waren auf Holzspenden für den Fußboden etc. angewiesen, denn man hatte nicht gerade viel Geld in der Schützenkasse. Dies änderte sich jedoch als das Schützenheim fertiggestellt war. Die Mitgliederzahl stieg, denn junge Burschen traten dem Verein bei um sich dem Schießsport zu verschreiben. Auf Grund der stetig steigenden Mitgliederzahlen wurden nun auch nach und nach neue Vereinswaffen angeschafft. Außerdem wurde eine Teilermaschine gekauft und man beteiligte sich am Rundenwettkampf. Auch vereinsintern wurden zahlreiche Preis- und Pokalschießen durchgeführt.

 

70-jähriges Jubiläum

Vom 14. – 29. März 1969 führte der Verein das 70-jährige Jubiläumsschießen durch, welches im damaligen Vereinslokal statt fand. Rund 330 Schützen beteiligten sich an dieser Veranstaltung. Geschossen wurde an 22 Zugständen in der Schul-Turnhalle.

Später befreundete man sich durch Urlaubsgäste, die sich in Bernbeuren aufhielten, mit dem Schützenverein in Karlsruhe. Man besuchte sich gegenseitig mehrmals zu Freundschaftsschießen und Kameradschaftsabenden.

Im Herbst 1970 führte der Verein erstmals eine Altpapiersammlung durch. Zu dieser Zeit waren die Schützen die allerersten im Dorf die sich hiermit ihre Vereinskasse aufbesserten. Mit dem Erlös von 275 DM konnte damals der Grundstock für den Erwerb einer Schützenfahne gelegt werden.

1972 führte der Verein das 22. Gauschießen durch. Dieses fand vom 21. Juli bis zum 30. Juli im Festzelt in Bernbeuren statt. Dieser Anlass wurde auch für die Fahnenweihe genutzt welche am 23. Juli durchgeführt wurde. Schirmherr war Bürgermeister August Ländle.

Weiters veranstaltete der Verein vom 15. bis 24. April 1977 das 25. Gauschießen unter der Schirmherrschaft von Gemeinde- und Kreisrat Manfred Karlinger. Zu dieser Zeit wurde gerade die „Auerberghalle“ gebaut, wo die Gewehrstände installiert wurden. Luftpistole wurde im Schützenheim im Gemeindehaus geschossen. Dies war alles mit sehr viel Arbeit verbunden, wurde aber von den Schützen unter der Führung von Josef Weiß hervorragend bewältigt.
Im Keller der Auerberghalle wurde für die Scharfschützen eine 25-Meter-Anlage gefertigt, die aus 5 Ständen besteht. Sie wird für Kleinkaliber-Gewehr und -Pistole, Großkaliberpistole, sowie für die Schnellfeuerpistole genutzt.
Das Schützenheim im Gemeindehaus hatte zu dieser Zeit 8 Stände und war für Luftgewehr, CO²-Waffen, Zimmerstutzen und für Armbrust zugelassen.

1978 schaffte es unsere Luftpistolenmannschaft zum ersten Mal in die Bezirksliga Oberbayern. Eine außerordentliche Leistung, bei der zur damaligen Zeit sogar schon über 380 Ringe erzielt wurden.

Nach zwei erfolgreichen Jahren in der Bezirksliga Oberbayern, schaffte es die LP-Mannschaft im Jahr 1980 auf der Erfolgsleiter noch höher zu klettern. Mit überdurchschnittlichen Ergebnissen stiegen die Schützen Robert Kimmerle, Willi Heumos, Konrad Schmölz und Kurt Schünemann in die Bezirks-Oberliga auf.

Im Jahre 1983 entschloß man sich zum Kauf einer einheitlichen Schützenuniform. Bestehend aus grünem Hut mit Spielhahnfeder, grünem Janker und Lederhose; die Damen mit einem roten Rock, weißer Trachtenbluse und grüner Strickjacke.

Fahnenweihe im Jahre 1972.
V.l. Hans Angerhofer, Fähnrich Heinrich Egner und Josef Maier

1984 wurde dann eine vollautomatische Ringauswertmaschine angeschafft. Auch eine neue Vereinstafel, gefertigt von Kurt Müller und bemalt von Ruth Filser. Im selben Jahr wurden auch neue Vorstandsmitglieder gewählt. Für den bisherigen Schriftführer Alfred Maier wurde Eberhard Klaus bestimmt und der Kassier Josef Hansbauer wurde durch Franz Filser jun. ersetzt.

Außerdem wurde 1984 das Schützenheim renoviert.

 

Gründung der Böllergruppe

1985 gründete sich die Böllergruppe welche aus 11 Mann bestand. Die Idee hierfür kam von Josef Weiß, welcher auch als Böllerchef bestimmt wurde. Die Böllergruppe besteht bis heute und schießt zu runden Geburtstagen, Jubiläen oder auch weltlichen Anlässen.

1986 wurde dem Schützenmeister Josef Weiß vom Gauschützenmeister Hans Sporrer aus Schwabbruck das goldene Protektorzeichen für 20-jährige Tätigkeit als Vorstand verliehen.

1987 brachten unsere Olympisch-Schnellfeuer Schützen gleich 4 Top-Platzierungen von der Oberbayerischen Meisterschaft mit nach Hause. Die Plätze 1 – 4 wurden von den Schützen Werner Klaus (1.), Jürgen Lerchenmüller (2.), Marcus Angerhofer (3.) und Markus Romberg (4.) belegt.

1989 trat der langjährige Schützenmeister Josef Weiß aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Daher wurde der Verein kommisarisch vom 2. Vorstand Robert Kimmerle geleitet, bis sich im März 1990 Eberhard Klaus als neues Oberhaupt des Schützenvereins zur Verfügung stellte.

 

Dorfmeisterschaft

1993 fand zum ersten Mal, auf Idee des 1. Schützenmeisters Eberhard Klaus, eine „Dorfmeisterschaft“ bei uns statt. Der Name zu dieser Veranstaltung rührt da her, weil alle Dorfbewohner herzlich zu diesem Wettkampf eingeladen waren. Dieser setzte sich aus dem Luftgewehr- sowie KK-Schießen zusammen und wartete außerdem mit verschiedenen Geschicklichkeitsspielen für jung und alt auf. Es war schon zur damaligen Zeit ein fulminantes Spektakel das vom ganzen Dorf mit Freude angenommen wurde, weshalb es bis heute ein fester Bestandteil im „Jahresgeschäft“ des Schützenvereins ist.

 

Ernennung zum Ehrenschützenmeister

1993 wurde der ehemalige Schützenmeister Josef Schmölz zum Ehrenschützenmeister ernannt. Dieser bekleidete von 1962 – 1967 das Amt des Vereinsoberhauptes.

Im Jahr 1999 fand anläßlich des 100-jährigen Bestehens des Schützenvereins, das Gauschießen in Bernbeuren statt. Vom 13.08. – 30.08.1999 wurde im großen Bierzelt an der Auerberghalle gefeiert und geschossen. 3 Wochen voller Arbeit, wenig Schlaf und enormem Arbeitspensum mit tadellosem Ablauf. Schirmherr war der damalige Bürgermeister Heimo Schmid.

2002 erfuhr unser Verein den größten sportlichen Erfolg durch den Jungschützen Matthias Klaus. Dieser erreichte mit der Luftpistole den 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft. Nach seiner Rückkehr aus München wurde noch am gleichen Tag eine Siegesfeier im Schützenhaus organisiert. Der damalige Gauschützenmeister Hermann Ferling und Bürgermeister Heimo Schmid ließen es sich nicht nehmen, dem Vorzeigeschützen persönlich zu gratulieren. Außerdem spielte eine Abordnung der Bernbeurer Musikkapelle schneidig auf und es wurde mit Speis und Trank ausgiebig gefeiert.

 

Neubau Vereinsheim

2003 wurde mit dem Bau eines neuen Vereinsheimes begonnen. Als Anbau an die Auerberghalle entstanden mit ernormer Eigenleistung auch für uns neue Räumlichkeiten. Besonders erwähnenswert sind hierbei Egner Heinrich, Grotz Hermann, Jäger Johann, Klaus Siegfried, Schmölz Konrad und Skrabania Franz. Ihre Arbeitsstunden beliefen sich auf über 1000 pro Person!
Die Idee der Aufteilung sowie die Federführung des Innenausbaus kamen hier vom damaligen Schützenmeister Eberhard Klaus.

Am 19.11.2004 war es dann endlich so weit. Nach dem Umzug der Habseeligkeiten, sowie der Einweihung des neuen Gebäudes, konnte endlich mit 20 Schießständen sowie seperatem „Schützenstüberl“ das neue Schützenheim bezogen werden.

 

0,0 Teiler mit dem KK-Gewehr auf 50m

2004 gelang Karolin Klaus mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf 50m, beim KK-Gauschießen in Steingaden ein 0,0 Teiler. Ein Tiefschuss mit absolutem Seltenheitswert.

 

Bezirksjugendtag

2005 fand der Bezirksjugendtag bei uns in Bernbeuren statt.

2006 veranstaltete der Verein ein „kleines“ Gauschießen, welches ohne Festzelt am heimischen Schießstand ausgetragen wurde. Trotzdem traten hier mehr als 700 Schützen an den Stand, welche sich über zahlreiche Fest- und Geldpreise freuen konnten.

Im selben Jahr wurde Matthias Klaus in die Junioren Nationalmannschaft berufen. Nach den vorangegangenen Jahren als Mitglied des Bayern Kaders, war dies ein weiterer sportlicher Höhepunkt für den Jungschützen und selbstverständlich auch für unseren Verein.

2007 wurde der 25m Stand in der Auerberghalle umgebaut. Auf Grund neuer Bestimmungen musste mit enormem Aufwand die komplette Lüftung erneuert werden. Mit viel Eigenleistung konnte dies allerdings bestens bewältigt werden.

Bayerischer Löwe für Karolin Klaus

2008 gewann Karolin Klaus beim Gauschießen in Wildsteig die Ehrenscheibe des Bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein. Mit einem 4,6-Teiler konnte sie sich mit dem Luftgewehr gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde deshalb mit dem großen bayerischen Löwen ausgezeichnet.

 

Übergabe der Vereinsfahne

Im Jahr 2008 fand auch die Übergabe unserer Vereinsfahne statt. Nach 17-jähriger Fähnrichstätigkeit von Werner Holl wurde dieses Amt an seinen Nachfolger Alban Hiltensberger übergeben.

2013 schaffte die Luftpistolen-Mannschaft den Wiederaufstieg in die Oberbayernliga. Nach jahrelangem Klassenerhalt musste sie in der letzten Saison leider modusbedingt als Vorletzter in der Tabelle mit absteigen. Um so größer war die Motivation dann in der Bezirksliga gute Leistungen abzuliefern. Mit einer fast lupenreinen Wettkampfbilanz von 20:2 Punkten konnten sie den ersten Platz in der Tabelle behaupten und somit den Aufstieg in die Oberbayernliga sichern.

2014 trat unser Schützenmeister Eberhard Klaus nach 24 Jahren von seinem Amt zurück. Neu für dieses Amt wurde sein Sohn Matthias Klaus gewählt.

 

Ernennung zum Ehrenschützenmeister

2015 wurde der ehemalige Schützenmeister Eberhard Klaus, zum Ehrenschützenmeister ernannt. Er war 24 Jahre als Vereinsoberhaupt tätig und meisterte unzählige Aufgaben in dieser Zeit. Unter anderem rief er 1993 die erste Dorfmeisterschaft ins Leben, richtete 1999 und 2006 das Gauschießen aus und organisierte den Bau und Umzug in das neue Schützenheim mit.

Bezirksschützenkönig LP

2017 gelang unserem Mitglied Herbert Wendlik aus Burggen eine Sensation. Als Gauschützenkönig kam er zur ehrenvollen Aufgabe unseren Gau beim Bezirkskönigsschießen in Benediktbeuern zu vertreten und errang hierbei den Titel des Bezirgsschützenkönigs Luftpistole. Dies wurde noch am selbigen Tag mit unserem Gauschützenmeister Konrad Schwarz, unserer Böllergruppe, dem ganzen Verein, Musikkapelle und natürlich Bier und Brotzeit gebührend gefeiert.

Inmitten der Gratulanten präsentiert sich der Bezirksschützenkönig mit der Luftpistole: Herbert Wendlik aus Burggen, vom Schützenverein „Gemütlichkeit“ Bernbeuren e.V.

2019 stand abermals ein Umbau des 25m Standes an. Auf Grund neuer Bestimmungen wurde unserem Verein der Kugelfang aus Holz abgesprochen und musste komplett erneuert werden. Mit viel Eigenleistung und Planungsgeschick, konnte alles zur vollständigen Zufriedenheit des Landratsamtes umgebaut werden und der Stand wurde noch im selbigen Jahr wieder abgenommen und freigegeben.
Die Umbauzeit allein nahm schon ca. 350 Stunden in Anspruch.

 

Bogenschießen

2019 wurde auf Initiative unseres Ehrenschützenmeisters Eberhard Klaus, das Bogenschießen in unser Schießjahr mit aufgenommen. Eine tolle Disziplin die auch bei unseren Mitgliedern sehr gut angekommen ist. Deshalb wurde kurzum das passende Zubehör angeschafft, wobei sich unser Verein über große Unterstützung freuen konnte. Denn Monika und Christian Sammel sowie Sandra Weiher und Daniel Altstadt, stifteten dem Verein zwei Bögen und kümmerten sich um diese neu geschaffene Sparte.

 

Lichtgewehrschießen

2020 wurden zwei Lichtgewehre der Firma Feinwerkbau angeschafft. Eine Investition in unsere Jugend, welche von jedem befürwortet wurde.

Im Februar 2020 erfuhr unser Verein eine kleine Sensation. Unser jüngstes Mitglied Philipp Klaus, trat mit dem Lichtgewehr bei der Gaumeisterschaft in Epfach an und wurde promt Erster. Somit ist er mit 7 Jahren der jüngste Gaumeister den unser Verein jemals hatte.

Eberhard Klaus erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Im November 2020 erhielt unser Ehrenschützenmeister Eberhard Klaus, einen Brief des Bayerischen Ministerpräsidenten. In diesem wurde mitgeteilt, dass ihm das „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“ verliehen wird. Dr. Markus Söder gratulierte ihm dazu und bedankte sich für seine „Jahrzehnte umspannenden Einsatz im Schützenverein »Gemütlichkeit« Bernbeuren“.

Die Verleihung, welche unter normalen Umständen in der Staatskanzlei vollzogen wird, konnte Coronabedingt leider „nur“ in kleinem Kreise gemacht werden. Daher fiel das Händeschütteln mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten aus und unser Bürgermeister Karl Schleich wurde mit der Überreichung des Ehrenzeichens beauftragt. Zu dieser außerordentlichen Ehrung ließen es sich der 1. Gauschützenmeister Konrad Schwarz, sowie unser 1. Schützenmeister Matthias Klaus, natürlich nicht nehmen dem Geehrten persönlich zu gratulieren.

„Mit seiner Art und dem richtigen Ton hat er immer dafür gesorgt, dass sich die Leute wohl gefühlt haben“, so Konrad Schwarz, der Eberhard Klaus für das Ehrenzeichen vorgeschlagen hatte. Außerdem ist der Ehrenschützenmeister mit der Erstellung der Vereinschroniken für das 100-jährige Jubiläum des Schützengaus Schongau betraut.

Er freute sich sehr über die Auszeichnung und bedankte sich bei all seinen Unterstützern. Allen voran bei seiner Frau Karolin, seiner Familie sowie zahlreichen Vereins- und Schützenkameraden.

Von links: 1. Gauschützenmeister Konrad Schwarz, Ehrenschützenmeister Eberhard Klaus, 1. Bürgermeister Karl Schleich.

Mitglieder

Gegründet

Luft-Stände

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